Zweijährlich wird eine internationale Konferenz geplant, die mit großer Zahl von Beteiligten und innovativen Formaten im Sinne eines dialogischen Transfer-Verständnisses den Austausch der Nachhaltigkeitswissenschaften mit gesellschaftlichen Akteuren im internationalen Kontext fördert. Damit wird auch ein Alleinstellungsmerkmal der Leibniz-Gemeinschaft ausgebaut und dauerhaft artikuliert.

Netzwerk-Konferenz 2022 „Missions for sustainability: New approaches for science and society“

am 05. und 06.05.2022 in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin.

Mit dem Konzept der „Mission“ hat die Europäische Kommission in ihrem 9. Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe (2021-27) wichtige Erkenntnisse aus dem Kontext der Innovationsforschung aufgegriffen. Der Missions-Ansatz zielt darauf ab, große gesellschaftliche Herausforderungen durch mutige, inspirierende Zielsetzungen zu adressieren, und ein breites Portfolio an inter- und transdisziplinären Forschungsaktivitäten auf deren Erreichung innerhalb eines festen Zeitrahmens auszurichten (vgl. Mazzucato 2018). Auch wenn das Apollo-Programm der NASA (1961-72) mit seiner Zielsetzung einer bemannten Mondlandung häufig als Analogie zur Illustration herangezogen wird, geht es dabei aktuell nicht um technologie-zentrierte nationale Ambitionen, sondern vielmehr um globale sozial-ökologische Herausforderungen wie z. B. die Klimakatastrophe, Biodiversitätsverlust, Ernährungssicherheit oder Migration, sowie die damit verbundenen UN Nachhaltigkeitsziele (SDG).

Vor diesem Hintergrund strebt die internationale Konferenz des Netzwerkes im Mai 2022 eine umfassende Reflektion zum Missions-Ansatz im Kontext der Nachhaltigkeitswissenschaften an. Es geht dabei sowohl um die zukünftige Nutzung und Ausgestaltung des Ansatzes für eine effektivere gesellschaftliche Nachhaltigkeitstransformation, als auch um die Voraussetzungen hierfür im Wissenschaftssystem. Ein Jahr nach dem Start von Horizon Europe bietet sich hierfür eine ausgezeichnete Gelegenheit.