Hintergrund

Als übergreifende gesellschaftliche Zielvorstellung ist Nachhaltigkeit heute auf allen Ebenen fest verankert. Nachhaltigkeit strebt nach der bestmöglichen Daseinsqualität für alle, wobei die dauerhafte Realisierbarkeit gewährleistet sein muss. Vor diesem Hintergrund hat die Weltgemeinschaft zuletzt 2015 mit den UN-Nachhaltigkeitszielen eine Agenda für die Bewältigung der dringendsten Herausforderungen der Menschheit vereinbart. Die Bundesregierung verfolgt eine entsprechende Nachhaltigkeitsstrategie, und auch in Ländern und Kommunen liegen diese nahezu flächendeckend vor.

Für die praktische Umsetzung kommt den Wissenschaften allerdings eine Schlüsselrolle zu: Sie liefern vielfältige Erkenntnisse für das Verständnis der komplexen Systeme (z. B. Energie, Mobilität, Ernährung, Wohnen, Gesundheit) und insbesondere auch der Anforderungen an Prozesse ihrer Veränderung. Wissenschaftler*innen entwickeln zusammen mit Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft neues Wissen und Lösungsansätze für soziale, ökologische und technologische Transformationen.

Um diese Rolle wirksam ausfüllen zu können müssen daher die Rahmenbedingungen und Institutionen der Wissenschaft ebenso wie ihre Theorien und Methoden reflektiert und gezielt weiterentwickelt werden. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Wissen für nachhaltige Entwicklung“ unterstützt diesen Prozess und organisiert hierfür Summer Schools, Syntheseworkshops, Zukunftsdialoge sowie internationale Konferenzen.

Lenkungsgruppe

Fünf Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft hatten sich 2020 erstmals zu dem Netzwerk „Wissen für nachhaltige Entwicklung“ zusammengeschlossen, um die reflexiven Nachhaltigkeitswissenschaften voranzutreiben. Nach sukzessiven Erweiterungen werden die Aktivitäten des Netzwerks inzwischen federführend von neun Mitgliedern in einer Lenkungsgruppe konzeptioniert, organisiert und durchgeführt:

Weitere Netzwerkpartner*innen

In die Aktivitäten des Netzwerkes werden neben den Mitgliedern punktuell und themenabhängig auch weitere Kooperationspartner*innen einbezogen. Dazu gehören vielfältige Einrichtungen aus Wissenschaft, Politik und Praxis sowie weitere Leibniz-Einrichtungen.